Schutz der Privatsphäre ist wichtig...

Daher stelle ich hier regelmäßig Informationen und Tipps für Privatleute ein.

Einschüchterung, Erniedrigung, Machtspiel, Rache… das sind nur einige der Motive, die hinter digitaler Gewalt stecken könnten

(24.03.2026)

In der letzten Zeit haben wir in den Medien über mehrere Fälle von Deepfakes und digitaler Gewalt lesen können.

Was Täter dazu bewegen, anderen demütigen oder zu verfolgen, können wir nur spekulieren. Die Gründe dieser Menschen mögen vielfältig sein, oft geht es um Macht und Rache. Aber für das Opfer sind die Folgen traumatisch.

Leider nehmen solche Risiken für alle zu, da die künstliche Intelligenz es für Kriminelle leichter macht, Deepfake-Bilder und -Accounts zu erstellen.

In einem meiner Kurse neulich zu Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz haben wir auch über Deepfakes gesprochen sowie darüber, welche Folgen Deepfakes für Betroffenen haben. Eine Teilnehmerin nannte dabei den furchtbaren Fall von Collien Fernandes, die seit Jahren Opfer von digitaler Gewalt, Deepfake-Pornobildern und -Accounts ist. Der Fall führte zu einer kleinen Diskussion darüber, welche Möglichkeiten wir haben, uns zu schützen. Es hat mich wirklich gefreut zu sehen, wie ernsthaft und mit welchem Interesse das Thema diskutiert wurde.

Ich habe großen Respekt davor, wie Collien Fernandes mit dieser belastenden Situation umgeht. Ihr Mut, das Thema öffentlich zu machen, wird vielen Betroffenen helfen, sich weniger allein zu fühlen.

Auch in meiner ehrenamtliche Arbeit in der Opferhilfe begegne ich oft Opfer von Fällen digitaler Gewalt - in jeder Form. Und ich erlebe, wie tief die Scham in den Opfern sitzt. Dazu kommen Gefühle von Ohnmacht, Kontrollverlust und Isolation. Diese Opfer wissen oft nicht, an wen sie sich wenden können und was zu tun ist, um wieder Sicherheit und Kontrolle über die eigene Privatsphäre zu gewinnen.

Digitale Gewalt kann jede und jeden treffen. Niemand, der Opfer digitaler Gewalt wird, trägt die Schuld oder muss sich schämen. Wichtig ist, sich Hilfe zu holen.

Und es ist auch wichtig, schnell zu handeln:  Beweise sichern, z. B. durch Screenshots oder gespeicherte Nachrichten, dann Anzeige bei der Polizei erstatten. Weitere Hilfe bekommen Opfer durch Opferhilfsorganisationen, Ärztinnen und Ärzte. Familie und nahestehende Freunde sind auch wichtige Stützen in dieser Situation.

Opfer digitaler Gewalt können sich hier weitere Hilfe und Informationen holen:

https://hateaid.org/meldeformular/

https://www.internet-beschwerdestelle.de

https://beratung.juuuport.de

https://annanackt.com

Für Jugendliche: https://www.klicksafe.de/materialien/cyber-mobbing-erste-hilfe-app

Alle Fälle von digitaler Gewalt sollten Sie ebenfalls bei den Plattformen melden, wie z.B.:

TikTok:

https://www.tiktok.com/legal/page/global/reporting-illegal-content/de

https://support.tiktok.com/de/using-tiktok/report-problem/report-a-problem

https://www.tiktok.com/legal/report/feedback

Instagram:

https://www.meta.com/de-de/help/policies/867240510905645/

https://help.instagram.com/192435014247952

Facebook:

https://de-de.facebook.com/help/www/135402139904490

 

 

 

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